Leistungsdiagnostik

Unsere Geräte und Methoden

  • Belastungs-EKG auf dem Rad (Ergometer) oder auf dem Laufband
  • Laktatmessung bei verschiedenen Belastungsstufen: ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen während der Belastung genügt, um den Trainingszustand zu beurteilen.
  • Ermittlung der Laktatleistungskurve: Verhältnis von Laktatkonzentration im Blut zur Herzfrequenz und Belastung
  • Spiroergometrie

Spiroergometrie

Die Spiroergometrie ist die aufwändigste Methode, um die Leistungsfähigkeit der Atmung unter Belastung zu messen und dabei gleichzeitig das Zusammenspiel der Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselparameter zu berücksichtigen. Gemessen wird die aufgenommene Sauerstoffmenge in Litern pro Minute und Kilogramm Körpergewicht. 

Laktatmessung

Damit der Körper Energie gewinnen kann für die Muskelarbeit, verbrennt er Zucker, der aus dem Abbau von Fettreserven oder Muskeleiweiß stammt. Wenn der Muskel ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist, entstehen bei diesem Prozess als Abbauprodukte lediglich Kohlendioxid CO2 und Wasser. Steht nicht genügend Sauerstoff zu Verfügung, z. B. bei körperlicher Überlastung, bildet sich als Abbauprodukt "Laktat", das Salz der Milchsäure. Die Milchsäurekonzentration im Blut ist daher immer besonders hoch, wenn der Muskel überfordert ist, die Verbrennung, also Energiegewinnung anaerob verläuft - also unter Sauerstoffmangelbedingungen. Daher erlaubt die Laktatmessung Rückschlüsse auf den Trainingszustand.

Individuelle anaerobe Schwelle (IANS)

Sie ist für Sportler ein wichtiger Orientierungswert, um den optimalen Trainingsbereich zu finden, in dem Laktatbildung und Laktatabbau im Gleichgewicht stehen. Diese Schwelle ermittelt sich aus der Laktatleistungskurve und den Ergebnissen der Spiroergometrie. Daraus lassen sich Prognosen ableiten, wie sich Ihr persönliches Leistungsprofil entwickeln wird. An der IANS orientieren sich dann die individuellen Trainingsprofile.

erstellt am: 13.09.2011
zuletzt aktualisiert am: 13.05.2014
Autor: Dr. Bernhard Multhaupt